Einblick in Worte

 

Tauche ein in die fesselnden Welten von LevinaLeroy. Diese Leseproben bieten Dir einen ersten Eindruck meiner Geschichten und meines Schreibstils. Ich hoffe, sie wecken Deine Neugier und laden Dich ein, tiefer in meine Werke einzutauchen.

 

Ohne Probe geht nichts

 

Hier findest Du für jedes meiner Bücher eine kleine Leseprobe vom Prolog aus dem Debütroman: "VANTA - Das Lakewood-Projekt".

 

 

Disclaimer

Dieses Buch ist ein Werk der Fiktion. Namen, Charaktere, Orte und Ereignisse sind entweder Produkte der Fantasie der Autorin oder werden fiktiv verwendet. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen, realen Orten oder tatsächlichen Ereignissen ist rein zufällig.

Die im Roman beschriebenen medizinischen Inhalte, klinischen Abläufe und Behandlungen wurden aus Gründen der Dramaturgie teilweise vereinfacht, verändert oder überspitzt dargestellt. Sie entsprechen nicht zwangsläufig realen medizinischen Standards und sind nicht als medizinische Ratschläge zu verstehen.

 

Aus meinem Debütroman

„VANTA – Das Lakewood-Projekt“

Band 1 

Mystery-Thriller

 

Prolog

Lakewood roch nach Regen.

Der schwere Nebel hing tief über dem See und verschluckte die letzten Lichter der Stadt. Selbst die Straßenlaternen wirkten schwach heute Nacht, als würde etwas das Licht aufsaugen, bevor es den Boden erreichte.

Ich zog den Kragen meiner Jacke höher, während ich neben meinem Sheriff-SUV stehen blieb und zum Blackwood-Anwesen hinaufsah.

Das Anwesen lag wie ein dunkler Schatten über dem großen See.

Verlassen und still.

Zumindest behaupteten das die Menschen von Lakewood.

Ich glaubte schon lange nicht mehr daran. Erst recht nicht seit gestern, als das Mädchen in das Haus am See eingezogen war.

Mein Blick erstarrte, als ich oben im zweiten Stockwerk des Anwesens Licht brennen sah.

Wieder.

Warmgelb hinter schwarzen Fensterscheiben. Ich spürte, wie sich ein ungutes Gefühl in meinen Körper schlich.

»Verdammt …«, fluchte ich leise und leuchtete mit meiner Taschenlampe in Richtung des Anwesens.

Das Funkgerät an meiner Schulter rauschte kurz auf.

»Sheriff?« Die Stimme meines Deputys klang angespannt. »Wir haben noch einen Anruf bekommen.«

Ich riss den Blick vom Manor los. Leicht genervt fragte ich Deputy Mills, als ich die Sprechtaste drückte: »Was diesmal?«

Kurzes Schweigen.

Dann: »Die alte Mrs. Bloom.«

Natürlich. Martha Bloom war die direkte Nachbarin des neu bezogenen Hauses in der Lakebloom Avenue.

Ich fuhr mir erschöpft übers Gesicht und schnaubte. »Was hat Martha jetzt wieder gesehen?«

»Eine Blume.«

Ich sagte nichts. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber einer Blume?

Das Funkgerät knackte leise im Regen. »Sie behauptet, sie sei plötzlich im Garten des Nachbarhauses gewachsen. Da, wo das neue Mädchen gestern eingezogen ist. Ich habe vorhin auf dem Weg vorbeigeschaut. Da ist nichts. Der Garten ist völlig verwildert.«

Ich schloss kurz die Augen.

»Und eine ihrer Katzen sei verschwunden«, fügte Deputy Mills hinzu. »Sie klingt völlig hysterisch.«

In diesem Moment fegte ein kalter Windstoß über den See.

Ich blickte automatisch wieder hinauf zum Blackwood-Anwesen. Das Licht im Fenster war verschwunden. Ein unangenehmer Druck breitete sich in meiner Brust aus. Dann bemerkte ich etwas Violettes am Straßenrand.

Nur wenige Meter entfernt, direkt am Zaun des Anwesens.

Langsam trat ich näher.

Zwischen den nassen Rissen des Asphalts wuchs eine einzelne Blume.

Violette Blütenblätter, so fein wie Papier und bedeckt mit Regentropfen.

Ich erstarrte.

Der süßliche Geruch traf mich erst einen Moment später. Viel zu intensiv. Fast faulig unter der Süße. Die Blume war geschlossen. Wie eine feste, pralle Knospe, die darauf wartete, sich zu öffnen.

Und plötzlich erinnerte ich mich wieder an etwas, das Dr. Simon Pierce mir vor Monaten gesagt hatte.

Damals, kurz bevor das Blackwood-Anwesen im November verlassen wurde: »Lass niemanden in die Nähe der North Side Road, Nathan. Mein Vater … er kam verändert dort aus dem Wald, nachdem das Labor geschlossen wurde.«

Ein leises Knacken durchschnitt die Stille.

Ich hob langsam den Kopf und leuchtete mit meiner Taschenlampe in die Dunkelheit.

Nichts war zu sehen. Nur der Nebel. Er kroch langsam über die Straße.

Ich runzelte die Stirn, ging zurück zu meinem Wagen und stieg ein. Ich ließ den Motor an und schaltete die Scheinwerfer ein.

Als ich losfuhr, trat ein Reh aus dem Unterholz und ging zur Blume auf dem Asphalt, wie ich erst später erfahren würde.

Das Reh zuckte zusammen. Seine Augen wurden starr. Ich war bereits über alle Berge.

Und dann brach es lautlos auf dem Asphalt zusammen. Tot.

 

 

 

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